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"Blue Print"
30.Mai bis 21.Juni 1997
im Kunstraum Kreuzlingen

In der Ausstellung im Kunstraum Kreuzlingen waren Arbeiten mit lichtempfindlichem Heliopapier zu sehen.
Während der Zeit von Anfang März, bis kurz vor Ausstellungsbeginn Ende Mai, belichteten Steffen Schöni, Formate von 120 x 380cm,
zum Teil im Kunstraum selbst oder in der weiteren Umgebung.
Materialien und Textfragmente die dabei verwendet werden beziehen sich im weitesten Sinne auf dieses Umfeld und werden durchmischt mit "importierten" Elementen.
Kraum01i.JPG (18418 bytes)

Sonnenlicht fällt auf die horizontal ausgebreitete Fläche, kein Focus, keine Verengung, die offene Fläche nimmt auf, was auf sie einfällt. Der Raum mit seinem jeweiligen örtlichen und geschichtlichen Kontext bildet dabei eine zusätzliche Ebene. Licht dringt in Innenräume, gefiltert durch Fenster, Baumbestände, -lichtstrahlen-behindernde Gegenstände. Die entstehenden "Lichtarbeiten" bewegen sich an der Basis von Fotografie und Malerei.

In die Arbeiten miteinbezogen werden verschiedene "beschädigte Materialien", teils mit aufgedruckten Schriftzügen, teils von uns beschriftet.
Worte als Köder für Licht, das sich in Linsen aus Wasser, Glas und Plastik bricht, gebündelt in vom Zufall gestreuten Brennpunkten. Verschiedene Realitätsebenen verbinden sich, Wort- und Realitätssplitter werden gesampelt, eingebrannt, überblendet, zerstreut, ausgelöscht
und in einer Fläche gerafft.

Die Arbeitsweise ist einerseits archaisch einfach, die Bilder entstehen mit einem Minimum an Material und technischem Aufwand, apparatelos, und gleichzeitig orientiert sie sich an den Möglichkeiten der neusten Computertechnik: "kopieren, löschen, drehen, verzerren, konvertieren..." Es entstehen Bilder, die abtastend, einkreisend, mäandrierend betrachtet werden können und einen archäologischen Blick auf die Gegenwart werfen.


Vernissage 30.Mai mit Dorothea Strauss, Leiterin Kunsthalle St. Gallen.
Gespräch mit den Künstlern bei Brot und Wein am Sonntag 15. Juni mit Ulrich Görlich, Leiter Studienbereich für Fotografie an der höheren Schule für Gestaltung in Zürich.
Anschliessend Performance mit
HALLE K.


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