Sonnenlicht fällt auf die horizontal ausgebreitete
Fläche, kein Focus, keine Verengung, die offene Fläche nimmt auf, was auf sie einfällt.
Der Raum mit seinem jeweiligen örtlichen und geschichtlichen Kontext bildet dabei eine
zusätzliche Ebene. Licht dringt in Innenräume, gefiltert durch Fenster, Baumbestände,
-lichtstrahlen-behindernde Gegenstände. Die entstehenden "Lichtarbeiten"
bewegen sich an der Basis von Fotografie und Malerei.
In die Arbeiten miteinbezogen werden verschiedene
"beschädigte Materialien", teils mit aufgedruckten Schriftzügen, teils von uns
beschriftet.
Worte als Köder für Licht, das sich in Linsen aus Wasser, Glas und Plastik bricht,
gebündelt in vom Zufall gestreuten Brennpunkten. Verschiedene Realitätsebenen verbinden
sich, Wort- und Realitätssplitter werden gesampelt, eingebrannt, überblendet, zerstreut,
ausgelöscht
und in einer Fläche gerafft.
Die Arbeitsweise ist einerseits archaisch einfach, die Bilder entstehen mit einem Minimum an Material und technischem Aufwand, apparatelos, und gleichzeitig orientiert sie sich an den Möglichkeiten der neusten Computertechnik: "kopieren, löschen, drehen, verzerren, konvertieren..." Es entstehen Bilder, die abtastend, einkreisend, mäandrierend betrachtet werden können und einen archäologischen Blick auf die Gegenwart werfen.
Vernissage 30.Mai mit Dorothea Strauss, Leiterin Kunsthalle St. Gallen.
Gespräch mit den Künstlern bei Brot und Wein am Sonntag 15. Juni mit Ulrich Görlich,
Leiter Studienbereich für Fotografie an der höheren Schule für Gestaltung in Zürich.
Anschliessend Performance mit HALLE K.